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Februar 2026
Aktuelles aus dem Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung
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Bildungsforschung aktuell
 © BMBFSFJ / Illustrations by macrovector on Freepik
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Wie KI helfen kann, Mathekompetenzen von Kindern zu diagnostizieren und zu fördern
Rausfinden, wie gut Kinder Mathe können, indem man ihren Blicken folgt? Klingt verrückt – aber das geht! Und zwar mit ganz normalen Webcams und einem KI-System. Im Projekt KI-basierte Adaptive Lernunterstützung zur Diagnostik und Förderung der mathematischen Basiskompetenzen im inklusiven Kontext (KI-ALF) hat das Forschungsteam ein digitales Diagnose- und Fördersystem entwickelt, das auf individuelle Vorgehensweisen von Kindern beim Lösen mathematischer Aufgaben eingeht und Kinder individuell und adaptiv dabei fördert. Wie genau das funktionieren kann, erklären wir im aktuellen Format von Wissen aus der Bildungsforschung.
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 © Adobe Stock
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Transfer-Dialog: Künstliche Intelligenz in der Bildung
Der Mitschnitt des Transfer-Dialogs zu Künstlicher Intelligenz in der Bildung ist jetzt online. Im Kontext des vom BMBFSFJ initiierten Begleitprozesses zu KI im Bildungsbereich haben wir in der aktuellen Ausgabe mit unseren Gästen die Chancen und Risiken von KI in der Schule diskutiert. Im Fokus des Dialogs stand dabei die Frage, wie die Nutzung von KI sich insbesondere im Kontext von digitalem Lernen, Datenschutz und Urheberrecht in der Schule entwickeln wird. Der Dialog gehört zu unserer aktuellen KI-Inforeihe, weitere Inhalte zu KI in der Bildung finden Sie in unseren aktuellen Faktenchecks.
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Neues aus den Forschungsschwerpunkten
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Frühe Bildung in einer digitalen Welt: Start der BMBFSFJ-Förderrichtlinie
Digitalisierung umfasst nahezu alle Lebens- und Bildungsbereiche, dies gilt auch für die Lebenswelt von Kindern und für Kindertageseinrichtungen. Um pädagogische Fachkräfte, Eltern und Kinder für die aktuellen und zukünftigen Anforderungen und Herausforderungen im Zuge einer zunehmenden Digitalisierung zu stärken, fördert das BMBFSFJ seit November 2025 mit rund 8,5 Mio. Euro zwölf Verbund- und Einzelprojekte, die sich mit früher digitaler Medienbildung befassen. Forschung zu Gelingensbedingungen einer frühen digitalen Medienbildung sowie Vor- und Nachteilen der Einbindung digitaler Medien im Kita-Alltag steht dabei ebenso im Fokus wie die Kompetenzen der pädagogischen Fachkräfte. Die thematischen Schwerpunkte der Forschungsprojekte sind vielfältig: von digitaler Bildung im Fachunterricht für Erzieherinnen und Erzieher über informatische Kompetenzen im Kita-Alltag bis hin zu KI-Anwendungen im Einklang mit Kinderrechten. Auf Basis der Forschungsergebnisse sollen nachhaltig wirksame Maßnahmen im Bereich der frühen Bildung angestoßen werden, die die weitere Qualitätsentwicklung im Elementarbereich unterstützen.
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 © Gräsel
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Abschluss-Statusseminar der Nachwuchsforschungsgruppen in Regensburg
Anfang November 2025 trafen sich an der Universität Regensburg rund 40 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 11 geförderten Nachwuchsforschungsgruppen zu ihrem Abschluss-Statusseminar. Sie tauschten sich dabei nicht nur untereinander, sondern auch mit 10 Lehrkräften aus. Großes Interesse fanden die parallelen Workshops zu Stimmgesundheit, Machine Learning und unsachlichen Konflikten in der Wissenschaftskommunikation, ebenso wie die beiden Keynotes zu Unterrichtsqualität sowie Transfer von Forschungsergebnissen im Bildungsbereich. Ein besonderes Highlight war die kreative und praxisorientierte Präsentation der Projektergebnisse – von Videos über interaktive Formate bis hin zu Rap, Comic und Kurzgeschichte. Die fünfjährige Förderung der Nachwuchsforschungsgruppen endet in diesem Jahr und belegt ihren Erfolg schon jetzt durch die Berufungen mehrerer Gruppenleitungen.
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 © Marburger
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Workshop des BMBFSFJ zu Finanzbildung in Zeiten eines Finanzsystems im digitalen Wandel
Brauchen wir angesichts der durch die Digitalisierung beeinflussten dynamischen Veränderungen des Finanzsystems eine angepasste finanzielle Bildung? Mit dieser Frage setzten sich die rund 40 Teilnehmenden des Workshops Finanzbildung in Zeiten eines Finanzsystems im digitalen Wandel auseinander, zu dem das BMBFSFJ und das Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) Anfang November 2025 einluden. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten über die Chancen und Herausforderungen digitaler Finanztechnologien für Bildung und Teilhabe verschiedener lebensphasenübergreifender Zielgruppen. Inputs von nationalen und internationalen Referierenden beleuchteten hierzu die individuellen und gesellschaftlichen Chancen und Risiken von Digitalgeld und digitalen Bezahldiensten. Ein ausführlicher Tagungsbericht ist nachzulesen in der ersten Ausgabe der neuen Zeitschrift Forum für finanzielle und ökonomische Bildung (Erscheinungsdatum April 2026).
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 © INSIDE
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Die INSIDE-Studie zieht Bilanz zu inklusiver Bildung in und nach der Sekundarstufe
Wie wirkt sich inklusive Bildung auf den Schulalltag, den Lernerfolg und die soziale Teilhabe von Schülerinnen und Schülern aus? Diese und weitere Fragen im Kontext von Inklusion in und nach der Sekundarstufe beantworten Forschende des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe e. V. in Bamberg, der HU Berlin sowie der Universitäten Wuppertal und Potsdam jetzt in ihrer umfassenden Publikation zur BMBFSFJ-geförderten INSIDE-Studie (INklusion in und nach der Sekundarstufe I In DEutschland). Die zentralen Ergebnisse geben Aufschluss darüber, ob nur Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischen Förderbedarfen von inklusiven Lernumgebungen oder alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen profitieren. Die Studie stützt sich auf längsschnittliche Daten an 246 allgemeinbildenden Schulen unter der Beteiligung von mehr als 4.000 Schülerinnen und Schülern.
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 © ABIBA|Meta
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Neue Podcast-Folge Transferlesekreis zum Nachhören von ABIBA|Meta
Thema der siebten Folge im Podcast Transferlesekreis zum Nachhören ist ein Kapitel aus der vielbeachteten Expertise Wissenstransfer in der frühen Bildung von Kristine Blatter und Regine Schelle (2022). Anika Duveneck (ABIBA|Meta) und Transferforscherin Christine Nowak (Hochschule Düsseldorf) tauschen sich über das Transferverständnis im Kapitel zum Transformationsraum in der frühen Bildung, zu Herausforderungen bei der Umsetzung und dem Beitrag für Transferarbeit in Wissenschaft und Praxis aus. Diese und weitere Podcast-Folgen sind auf der Homepage von ABIBA|Meta frei abrufbar und auf Spotify verfügbar.
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Veranstaltungen
 © Metavorhaben Digitalisierung
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Brückenakteure stellen sich vor – neue Online-Reihe „Was macht eigentlich…?“
Das Metavorhaben Digitalisierung im Bildungsbereich organisiert seit Ende letzten Jahres die Online-Reihe Was macht eigentlich...? Ziel der Reihe ist es, zentrale Brückenakteure zwischen Bildungsforschung und Bildungspraxis vorzustellen, Anknüpfungspunkte für Kooperationen sichtbar zu machen und den Austausch zum Wissenstransfer zu fördern. Die Reihe richtet sich an Mitarbeitende in Förderprojekten im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung und steht weiteren Interessierten offen. In der nächsten Session, am 18.02.2026, 11:00-11:30 Uhr, stellt Transfer für Bildung e. V. sich vor. In der darauffolgenden Session, am 17.03.2026, 11:00-11:30 Uhr, stellt das Forum Bildung Digitalisierung sich vor.
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 © BiSS-Trägerkonsortium A. Etges
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Digitale BiSS-Veranstaltungen 2026: Von BiSS-Café bis Community-Workshops
Im Januar 2026 hat die neue Leitstelle BiSS ihre Arbeit aufgenommen. Die am Mercator-Institut in Köln angesiedelte Koordinierungsstelle bietet auch in diesem Jahr viele digitale Veranstaltungen und Vernetzungsformate für einen fachlichen Austausch rund um die sprachliche Bildung an. Beliebte Online-Veranstaltungen sind etwa das BiSS-Café und die BiSS-Community-Workshops. Das BiSS-Café findet jeden ersten Dienstag im Monat statt und bietet die Gelegenheit, sich zu Themen sprachlicher Bildung auszutauschen und zu vernetzen. 2026 werden zu den Treffen gezielt auch Expertinnen und Experten eingeladen, die zusätzliche Impulse einbringen. In den BiSS-Community-Workshops können sich Teilnehmende tiefergehender über konkrete Tools, Anwendungen und Methoden informieren.
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 © Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement
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SAVE THE DATE: Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026
Unter dem Titel Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort lädt das BMBFSFJ am 16. und 17. Juni 2026 zur Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement in Berlin ein. Die Konferenz widmet sich der Frage, wie kommunales Bildungsmonitoring, Vernetzung lokaler Bildungsakteure sowie digitale Innovationen dazu beitragen können, Bildungsgerechtigkeit nachhaltig zu fördern. Bundesbildungsministerin Karin Prien wird die Konferenz eröffnen. Zielgruppe sind Mitarbeitende aus Kommunalverwaltungen und die interessierte Fachöffentlichkeit. Bitte merken Sie sich den Termin bereits vor. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm erhalten Sie in den kommenden Wochen.
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Veröffentlichungen
 © DDS – Die Deutsche Schule, Waxmann
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Ungleich fördern – gerecht steuern: Sonderheft zur bedarfsgerechten Schulfinanzierung
Wie lassen sich Schulen so unterstützen, dass Kinder aus benachteiligten Familien bessere Bildungschancen haben? Im Mittelpunkt aktueller bildungspolitischer Debatten steht der Ansatz, mehr Mittel gezielt jenen Schulen bereitzustellen, die sie am dringendsten benötigen, statt alle Schulen pauschal gleich zu behandeln. Aber gelingt mit dieser Art der Ressourcensteuerung wirklich mehr Bildungsgerechtigkeit? Ein aktuelles Beiheft der Zeitschrift Die Deutsche Schule beleuchtet verschiedene Fördermodelle, analysiert bisherige Erfahrungen und formuliert Empfehlungen. Das Beiheft ist im Kontext des vom BMBFSFJ geförderten Projektes ABBAUBAR – Abbau von Bildungsbarrieren durch bedarfsorientierte Ressourcensteuerung entstanden.
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 © WiFF
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Das neue Fachkräftebarometer Frühe Bildung ist erschienen
Nach Jahrzehnten der Expansion steht die Frühe Bildung an einem Wendepunkt: Während in vielen Regionen Westdeutschlands Kita-Plätze und Fachkräfte fehlen, deuten sinkende Geburtenzahlen darauf hin, dass die Phase des Wachstums endet. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf den Arbeitsmarkt Frühe Bildung und das Ausbildungssystem aus? Was bedeutet dies für den Rechtsanspruch auf eine ganztägige Förderung von Grundschulkindern? Eröffnet sich eine historische Chance für die Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung? Auf Basis amtlicher Daten liefert das Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2025 eine empirische Basis zur Beantwortung derartiger Fragen. Aktuelle Befunde zu Personal, Arbeitsmarkt und Qualifizierung geben Hinweise auf zukünftige Herausforderungen und Entwicklungspotenziale.
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 © lernendigital (Magazin)
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Kompetenzverbund lernen:digital – Wissenschaft und Praxis im Dialog
Im Kompetenzverbund bündeln eine Transferstelle und vier Kompetenzzentren die Expertise aus rund 200 länderübergreifenden Projekten für die digitale Transformation von Schule und Lehrkräftebildung. Aktuell wurden sowohl neue Broschüren als auch das Magazin lernen:digital veröffentlicht. Die Broschüren bieten (angehenden) Lehrkräften fundierte Orientierung für einen digital gestützten Unterricht in verschiedenen Fächern – mit praxisnahen Unterrichtsentwürfen, detaillierten Verlaufsplänen, anpassbaren Materialien und Fortbildungsangeboten. Ergänzend setzt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe einen Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz und eröffnet spannende Perspektiven aus schulischer Praxis und Forschung zur Förderung eines kritischen und souveränen Umgangs mit KI.
→ Broschüren lernen:digital
→ Magazin lernen:digital
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 © FLATICON
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What is critical about a critical review?
Forschungssynthesen werden zunehmend in Projekten der Bildungsforschung erstellt und zählen zu den Kernaufgaben der Metavorhaben im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung. Das Metavorhaben Digitalisierung im Bildungsbereich hat sich mit den methodischen Herausforderungen solcher Reviews auseinandergesetzt und zentrale Erkenntnisse aus 20 Critical Reviews in einer aktuellen Publikation gebündelt, um Standards und Vorgehensweisen im Forschungsfeld weiterzuentwickeln. Der Beitrag zeigt, dass Critical Reviews besonders geeignet sind, um heterogene und dynamische Forschungsfelder der Bildungsforschung systematisch zu erschließen und Befunde auf Grundlage umfassender Literatursuchen einzuordnen. Zugleich werden Herausforderungen benannt, etwa die geringere Gewichtung der Qualitätsbewertung einzelner Studien und die eingeschränkte Vergleichbarkeit der Literatur. Insgesamt erweisen sich Critical Reviews als wirksames Instrument zur Entwicklung übergreifender Forschungsüberblicke.
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