
EQUAL-NET
Die Nachwuchsveranstaltungsreihe EQUAL-NET vernetzt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen der empirischen Bildungsforschung und bietet ihnen Gelegenheiten, mit Praxispartnern gemeinsam Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation zu sammeln. Das Vorhaben ist im Förderschwerpunkt „Nachwuchsveranstaltungsreihen“ des Bundesbildungsministeriums verortet. Es handelt sich um ein Einzelvorhaben der Ludwig-Maximilians-Universität München und wird von Frau Prof. Dr. Annabell Daniel und Marisa Neher geleitet und bearbeitet.
In mehreren Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Praxis werden Lösungen für relevante Herausforderungen sozialer Ungleichheit im Bildungssystem entwickelt. Die Ergebnisse werden über Social Media zugänglich gemacht. Während des Forschungs- und Transferprozesses erhalten die Partnerschaften Unterstützung durch wissenschaftliche Projektpatenschaften sowie Experten und Expertinnen im Bereich der Wissenschaftskommunikation. Das Netzwerk fördert sowohl die berufliche Weiterentwicklung der Nachwuchsforschenden als auch den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie den Transfer von Erkenntnissen in die Praxis.
Bisher wurden mehrere Netzwerk- und Gruppentreffen durchgeführt, bei dem sich ausgewählte Akteure aus der Praxis und 25 Nachwuchsforschende kennenlernen und in themenspezifischen Gruppen zusammenfinden konnten. In den sieben Wissenschaft-Praxis-Kooperationen – beispielweise zum Thema „Mehrsprachigkeit in Schule und Unterricht“ oder „Gelingensfaktoren für eine erfolgreiche Berufs- und Ausbildungsorientierung“ werden konkrete Transferprodukte bzw. Transferaktivitäten erarbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Bildungspraxis sowie die Vermittlung gewonnener Erkenntnisse an relevante Zielgruppen soll dabei unterstützen, nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

EQUAL-NET
Die Veranstaltungsreihe EQUAL-NET unterstützt gezielt Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beim Erwerb und Ausbau von Kompetenzen im Wissenschaft-Praxis-Transfer – ein Bereich, der im akademischen Alltag oft zu kurz kommt. Gleichzeitig profitieren die Teilnehmenden in vielerlei Hinsicht auch für ihre weitere wissenschaftliche Qualifikation, etwa im Rahmen einer Promotion oder Habilitation.
In Zeiten wachsender Erwartungen an den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis gewinnen Wissenschaft-Praxis-Kooperationen und die Gestaltung innovativer Transferformate immer mehr an Bedeutung. Oft fehlen hierfür den Forschenden sowohl die notwendigen Ressourcen als auch spezifische Kompetenzen – genau an diesem Punkt setzt die Veranstaltungsreihe an: sie bietet Raum für Austausch, Qualifizierung und die Entwicklung von Transferformaten. Die Teilnehmenden erwerben zentrale Fähigkeiten in der Wissenschaftskommunikation und im Dialog mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis und fördern damit aktiv ihre berufliche Weiterentwicklung. Ein besonderer Mehrwert liegt zudem in der Zusammenarbeit mit erfahrenen wissenschaftlichen Projektpatinnen und -paten. Nachwuchsforschende erhalten hier nicht nur fachliche und methodische Impulse, sondern profitieren auch vom direkten Dialog mit renommierten Expertinnen und Experten.
Erste Ergebnisse der begleitenden Evaluation zeigen, dass die Nachwuchsforschenden einen deutlichen Mehrwert in der Zusammenarbeit mit Praxispartnerinnen und -partnern erkennen. Sie möchten ihre Erfahrungen in der Kooperation mit der Praxis weiter ausbauen. Auch die Praxisvertreterinnen und -vertreter sowie die wissenschaftlichen Patenschaften bewerten die gemeinsame Arbeit als gewinnbringend.